Skip to: site menu | section menu | main content

Heim Dialyse Patienten e.V.

... wenn´s an die Nieren geht ...
Heimdialyse kann eine Alternative sein!

 

Currently viewing: Heimdialyse » Hämodialyse (HHD) » - Voraussetzungen

 

Einrichtung eines Heimhämodialyseplatzes

Voraussetzungen für die Heimhämodialyse - nach Erfahrungen von Dirk und Michaela Spannenkrebs:

  1. Eigenständigkeit:

Als Heimhämodialysepatient führe ich die Dialyse zu Hause eigenverantwortlich und selbstständig durch. Ein starker Wille und Durchhaltevermögen sind wichtig, um sich das nötige Wissen an zueignen.

  1. Bereitschaft:

Die Bereitschaft des Partners die Funktion der „Dialyseschwester“ zu übernehmen ist nicht in jedem Fall eine Voraussetzung für die Heimdialyse. Natürlich kann der Partner eine sehr große Hilfe sein, und kann in manchen Fällen einen Vorteil bedeuten, er ist aber nicht zwingend erforderlich. Es besteht auch die Möglichkeit einer partnerlosen Heimhämodialyse.

Patient und ggf. Partner werden vom zuständigen Dialysezentrum geschult und erst in die „Freiheit“ entlassen, wenn alle Handgriffe sitzen. Mögliche Zwischenfälle werden beim Training simuliert und geübt. Für das Training werden in der Regel zwischen 3 und 6 Monate angesetzt. Es kann auch länger dauern wenn der Patient mehr Zeit benötigt.

  1. Räumliche Voraussetzungen:

Für die Dialyse in den eigenen vier Wänden werden ein Bett oder eine Liege, eine Osmose (Wasseraufbereitung) und ein Dialysegerät benötigt. Hierfür ist etwa der Platz von 6 m² erforderlich. Für die Lagerung des notwendigen Verbrauchmaterials, das möglichst bei Zimmertemperatur gelagert werden sollte, benötigt man noch mal ca. 2m². Ein Anschluss für ein Fernsehgerät ist von Vorteil, weil so die Dialysezeit schneller vergeht. Das Dialysezimmer soll in einem ordentlichen und sauberen Zustand sein.

  1. Bereitstellung der Geräte und des Materials:

Das betreuende Dialysezentrum stellt kostenfrei die erforderlichen Geräte, Materialien und Verbrauchsmaterial zur Verfügung. Die Anlieferung des Verbrauchsmaterials erfolgt 1x im Monat. In Ausnahmefällen sind auch kürzere Lieferintervalle möglich. Dies muss allerdings individuell mit dem zuständigen Dialysezentrum abgesprochen werden.

5. Finanzielle Voraussetzungen:

Die Finanzierung des notwendigen Umbaus (Wasseranschluss, Abfluss und Elektroanschluss) erfolgt in der Regel über das betreuende Dialysezentrum. Viele Dialysezentren (z. B. KfH und PHV) zahlen zudem eine Aufwandsentschädigung an den Heimdialysepatienten. Die Aufwandsentschädigung deckt im Normalfall die höheren Kosten für Strom, Wasser und Müll ab.



In unserer Checkliste sind die wichtigsten Voraussetzungen wie
-Räumliche – und technische Voraussetzungen
-Mobiliar
-Materialausstattung
-Verbrauchsmaterial
aufgelistet.

Um ein Gefühl für die Kosten zu bekommen, können Sie sich hier auch eine Kalkulation der Aufwandspauschale anschauen. Die anfallenden Kosten wurden kapitalisiert (also als Zins und Tilgung berechnet) und als Monatspauschale dargestellt.
Es handelt sich bei dieser Berechnung nur um ein Fallbeispiel, das meine persönlichen Erfahrungen widerspiegelt. Wer letztendlich die Kosten übernimmt und wieviel ein Betroffener aus eigener Tasche bezahlen muss, ist individuell verschieden und hängt von den Verhandlungen mit den jeweiligen Trägern ab. Es würde mich stark interessieren, welche Erfahrungen andere Heimhämopatienten gemacht haben, über eine Kontaktaufnahme würde ich mich sehr freuen.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung unter
Wolfgang Göppel
Tel.: 0391-25 61 125
E-mail: goeppel_w@yahoo.de

Back to top